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Aktuelles

EBM Seiffen 2019

Hart-Alt-Kult
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Hallo liebe Kunden! "Hart - alt -Kult", so werben die Veranstalter mit dem EBM in Seiffen und, dass das gerechtfertigt ist, zeigte die gestrige Auflage erneut.
Hart - da jede Streckenlänge, egal ob über 40, 70 oder 100km, ordentlich in die Knochen geht.
Alt - mit der Erstauflage im Jahr 1993 ist der EBM der älteste MTB Marathon Deutschlands.
Kult - die Anzahl der Starter spricht mit über 1.000 Teilnehmern eine deutliche Sprache.
Unter den 1.000 Startern findet sich dann auch jedes Jahr eine handvoll STEIN-biker. Die größte Anzahl an grün-schwarzen Trikots findet man erfahrungsgemäß über die 40km. So auch gestern. Mit Anton Albrecht, Paul Müller, Simon Weinert, Rico Lasseck und Maik Matzel, waren einige Podiumsanwärter an der Startlinie und vielleicht sogar jemand für den Gesamtsieg...
Das daran kein Zweifel bestand ließ Anton von Beginn an durchblicken. In der Steilabfahrt zum Seiffener Grund noch als Dritter in Schlagdistanz liegend, konnte er im zweiten Streckenteil die Spitze einkurbeln und als Führender in die Steilauffahrt zum Alp de Wettin gehen. Hier ließ er sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und holte sich seinen ersten Sieg in Seiffen. Nur kurz später überquerte Paul als Fünfter die Linie, was in seiner stark besetzten Klasse leider nur für die Holzmedallie reichte. Simon hatte im zweiten Streckenabschnitt mit einem Platte zu kämpfen und musste dadurch einige Platz abgeben. Am Ende reichte es bei ihm für den neunten Gesamtplatz und hinter Anton für den zweiten Rang in der Klasse der Herren. Rico kurbelte ein solides Rennen im angestrebten Wattbereich und klassierte sich am Ende auf dem 36. Platz (8. Platz AK-II). Einen kurzen Einblick in sein Renngeschehen, hat er uns zukommen lassen:

"Kurzes Warmfahren und dann ging es schon in den Startblock. Nach den Stehversuchen in Richtung fliegenden Start, knallte die Meute den Seiffener Kirchberg hoch. Hier fuhr ich meine Wattwerte und lag damit gar nicht so schlecht im Rennen. Auf der Dorfstraße zum Alp de Wettin suchte ich mir eine Gruppe, um die nötigen Körner zu sparen, da der folgende Anstieg sehr kräftezehrend ist. Nach und nach sammelte ich wieder einige Schnellstarter ein und sortierte mich in der Gruppe mit Vereinskollegen Daniel Kandler. Er zog kräftig an der Kette und hatte mit der schwarzen Startnummer noch viel vor. An der beliebten Seiffener Steilabfahrt musste ich ab der Hälfte zu Fuß weiter, da einige Biker ihre Fähigkeiten doch überschätzen und komplett quer standen. Am folgenden Uphill fand ich weiter einen flüssigen Tritt und es passierte auf dem zweiten Rundenteil nicht mehr viel. Den letzten Berg Richtung Ziel nochmals drücken und fertig war die 15. Teilnahme. Wie immer ein herrliches Event im Erzgebirge, was den Bikesport noch hoffentlich lange erhalten bleibt."
Maik musste leider aufgrund seiner physischen Verfassung vorzeitig die Segel streichen.

Über die 70km Stellte sich Dominik Voland an die Startlinie und musste sich zum ersten Mal in der Klasse der Herren beweisen. Ob das geklappt hat hat er uns kurz geschildert:

"Der EBM Seiffen war nun mein erstes Rennen in einer neuen Altersklasse, den Herren. Unter den Herren bin ich noch Youngster und muss mich erstmal unter Mitte 20jährigen beweisen.
In der Einführungsrunde konnte ich Windschatten von Rico L. haschen und so mich ersteinmal verstecken. Nach der Alp de Wetton musste ich ihn ziehen lassen. Allerdings fand ich schnell Anschluss an einer Gruppe mit der ich die erste Runde mitrollen konnte. In der zweiten Runde dann die Ernüchterung, ich war erstmal allein. Erst ab der zweiten Hälfte fand ich wieder ein schnelles Hinterrad. Jedoch quälten mich einige Krämpfe. Meine Position blieb auf den letzten Kilometern recht konstant. Hinter mir war eine Lücke und lange keiner zu sehen. Fazit: PR auf 70km um 15min verbessert, somit 36. Gesamt und 10. Herren mit 3:16:17 .
Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und auf die zukünftigen Ergebnisse blicke ich sehr optimistisch." Das klingt doch gut und macht Lust auf mehr!

Ganz hart war Christiane Wolf, die sich dem 100km Kanten stellte und dabei ein klares Pflichtenheft mit an den Start genommen hatte. Aber lest selbst:

"Am Sonntag klingelt der Wecker bereits um 5 Uhr früh, denn zeitiges Aufstehen sichert beim EBM die besten Parkplätze. Mir ist vor Aufregung mal wieder ganz übel und der Gedanke daran, dreimal die gleiche Runde fahren zu müssen, lässt mich auch nicht gerade vor Motivation sprühen. Das Starterfeld über die Langdistanz ist dieses Jahr sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen sehr gut besetzt, so dass ich mir wenig Hoffnung mache, an meine Vorjahresplatzierung anknüpfen zu können. Die persönlichen Ziele heißen dieses Mal: 1. Heil durchkommen, 2. Top 8 Gesamt bei den Frauen, 3. Top 100 schaffen und ein Vorbau-Käppel gewinnen, 4. Persönliche Bestzeit verbessern, alles andere: Zugabe.
Pünktlich 9 Uhr starten alle EBM-Teilnehmer auf die Einführungsrunde. Zunächst erinnert das Fahren mehr an „Steh-Geh“ als an ein MTB-Rennen. Nach dem scharfen Start nehmen wir aber langsam Fahrt auf und das Rennen beginnt. Die Beine sind gut und ich gebe erstmal Gas. In dem Gewusel von über 1000 Starten ist es schwierig, den Überblick zu behalten, aber ganz schlecht, vermute ich, bin ich nicht unterwegs. Immerhin habe ich dann Sarah Reiners an meinem Hinterrad, die dann kurz darauf leider aber auch vorbeifährt.
Um nicht vollends zu überziehen, muss ich reißen lassen. Gegen Ende der ersten Runde habe ich das Gefühl, doch zu schnell gestartet zu sein. Ich fühle mich schon etwas platt und im linken Oberschenkel kündigen sich bereits erste Krämpfe an. So muss ich am Alp de Wettin Druck rausnehmen und Anna Maria Dietze passieren lassen, um Schlimmeres zu verhindern. Mein Garmin zeigt mir bei der Rundendurchfahrt eine Fahrzeit unter 2 Stunden an. Viel zu schnell!!! Hilfe! Wie soll ich das Tempo noch zwei Runden schaffen? Eine kurze „Pause“ verschafft mir dann meine Kette, die mir aufgrund eines Schaltfehlers in der Rennhektik sowohl vorn als auch hinten von den Kettenblättern saust.
Jetzt ist Anna Maria außer Sichtweite. Mist… Da hilft nur ein Gel nach dem anderen nachschieben und fleißig die Trinkflaschen leeren. Der ABV - nur über eine Runde gestartet - versorgt mich ab Runde zwei im Seiffener Grund mit Nachschub. Außerdem sagt er mir fleißig meinen Rückstand an und der ist auf Sarah immerhin nur 2 Minuten und auf Anna Maria nur 1 Minute. Trotzdem, wenn man sich eigentlich schon völlig im Arsch fühlt und weiß, dass man noch zwei Runden fahren muss, dann glaubt man nicht daran, selbst diesen geringen Abstand aufholen zu können.
Ich gebe dennoch nicht auf, denn hinter mir vermute ich einige Tschechinnen, mit denen ich in der MME-Serienwertung konkurriere. Das Kämpfen lohnt sich. In der dritten Runde schließe ich zunächst auf Anna Maria auf. Es ist nahezu der identische Streckenabschnitt, wie im Vorjahr, als ich ihr den dritten Gesamtrang noch abnehmen konnte.
Dieses Jahr geht es um Platz vier, denn gemeinsam schließen wir auf Sarah auf. In diesem Moment kämpfen wir alle drei mit Krämpfen. Bei mir mittlerweile linker Oberschenkel, rechte Wade und es wird nicht lange dauern, dann auch noch der rechte Oberschenkel. Autsch! Einfach weiter treten, so gut es geht. Am letzten Zieh-Berg fahren Anna Maria und ich einen Vorsprung auf Sarah raus. Jetzt kommt nicht mehr viel, aber Anna Maria hat jetzt an den kurzen Wellen und am steilen Alp de Wettin einfach noch mehr Druck als ich. Überglücklich erreiche ich kurz nach ihr als 5. Frau/ 3. AK/ 84. Gesamt das Ziel. Die Bilanz? Alle vier Ziele erreicht. Fast 30 Minuten schneller als im Vorjahr. Geil!
Das I-Tüpfelchen bei der Siegerehrung ist schließlich noch der 2. Gesamtplatz in der MME-Serie und - last but not least – räumt der ABV bei der alljährlichen Bike-Verlosung noch ein brandneues Scott-Gravel-Bike ab."
Hut ab vor der Leistung! Was anderes fällt uns dazu nicht ein.

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