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Aktuelles

Salzkammergut Trophy

Nass + Kalt = MTB Wetter
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 Nicht nur wir hatten am Wochenende mit Wasser von oben zu kämpfen, sondern auch die Teilnehmer der Salzkammergut Trophy. Auch hier gab es gut Regen und Temperaturen, die eher an Oktober erinnerten. Aber wie heißt es so schön: Nur die Harten kommen in Garten. Die Harten waren an diesem Wochenende Christiane Wolf, Paul Müller und Sebastian Ortmann.
Paul startete über die 53km Strecke, während Christiane und Sebastian die 74km angehen wollten. Vorbildlich wie Christiane ist, hat sie einen feinen Rennbericht verfasst:

"Nach meinem letztjährigen Start über die Extremstrecke bei der Salzkammerguttrophy, wollte ich es 2019 nochmal über die C-Strecke (74km, 2446hm) versuchen. Bei meinem dritten Start über diese Distanz 2016 hatte es immerhin fast für einen Podestplatz in der Altersklasse gereicht. Damals fehlten bei einem 9. Gesamtplatz nur 1 Minute und 30 Sekunden. Somit war mein Ziel für dieses Jahr klar definiert: Heil durchkommen, Top Ten schaffen, persönliche Bestzeit verbessern und vielleicht mal in der AK aufs Podest kommen.

Die Wettervorhersagen waren in diesem Jahr alles andere als gut: 90-100% Regenwahrscheinlichkeit. Der Moderator am Start in Obertraun drückt das etwas optimistischer aus und schickt uns bei „bestem MTB-Wetter“ auf die Strecke. Immerhin sind noch knapp 12 Grad, aber bis für mich im Startblock 1 um 10:15 Uhr der Startschuss fällt, bin ich schon halb erfroren.
Die ersten 10km führt eine Schleife durch den Bikepark Obertraun und es geht relativ flach entlang am Hallstätter See bis zum Fuße des Salzbergs. Die Beine fühlen sich aufgrund der Kälte nicht so richtig gut an, aber ich finde eine Gruppe, in der ich ganz gut mitfahren kann. Am Salzberg bringt der Windschatten dann sowieso nichts mehr.
Zunächst gilt es 11 Serpentinen mit bis zu 20% Gefälle zu meistern. Durch den Regen rutschige Metallrinnen erschweren die Auffahrt zusätzlich, so dass ich leider drei Konkurrentinnen passieren lassen muss. Anschließend folgt ein ebenso steiles Stück Asphalt, das in der Spitze dann 30% hat und für mich leider – wie jedes Mal – ein Stück zum Schieben zwingt.
Bis zur ersten Verpflegung bleibt es nun kurz etwas flacher und ich kann das Laktat nochmal etwas aus den Beinen kurbeln. Die zweite Herausforderung ist dann der fast 10km lange Anstieg auf die Rossalm. Wenn man da oben ist, dann hat man die C-Strecke eigentlich schon fast geschafft. Der Regen pausiert jetzt sogar mal, aber dadurch wurde es nun eher etwas „dampfig“, wie ein Österreicher neben mir bemerkt, als ich die Weste wieder öffne.
Endlich oben angekommen, freue ich mich auf die Abfahrt. Obwohl ich es da immer vorsichtig angehen lasse, zieht es mir in einer Kurve das Vorderrad auf dem Schotter weg und ich habe ungewollten Bodenkontakt. Das Bike scheint ok, meine linke Seite schmerzt im ersten Moment sehr und ich denke sogar kurz ans Aufhören. Hüfte und Ellenbogen sind blutig, aber da ich noch alles bewegen kann, geht es weiter. Auf dem etwas welligen Stück, das jetzt folgt, verleiht mir das zusätzliche Adrenalin durch den Sturz nochmal ganz gut Druck.
In der dann folgenden langen Abfahrt bis zum Gosauer See bin ich dann noch vorsichtiger und werde von drei weiteren Frauen überholt. Sch…, denke ich, und als es dann wieder richtig anfängt zu schiffen, wird es auch richtig kalt. Was soll ich sagen? In dem Moment war mir zum Heulen zu Mute. Andererseits blieb mir nichts anderes übrig als das Rennen zu Ende zu fahren.
Am Gosauer See hat man zwar erst die halbe Renndistanz hinter sich, aber es kommt nur noch ein Hügelchen mit 400 Höhenmetern und die letzten 20km geht es bis auf zwei Miniwellen nur noch bergab. Ich denke nochmal an meine Ziele und an die letzten Starts auf der C-Strecke. Das letzte Hügelchen liegt mir. Hier habe ich bisher immer noch Boden und Platzierungen gut gemacht.
Ich drücke mir noch ein Gel rein und gebe berghoch nochmal Gas. Erstaunlicherweise habe ich sehr schnell die drei Frauen, die mich nach der Rossalm überholt haben in Sichtweite. Das hilft, um noch mehr Watt aufs Pedal zu bringen. Ich kann an allen drei Frauen vorbeifahren und schaffe es, bis zur nächsten Abfahrt einen kleinen Vorsprung rauszufahren. Diese ist zum Glück nicht mehr so lang, so dass ich bis zur letzten Verpflegung in Gosau noch nicht wieder eingeholt wurde.
Kurz vorm Ortseingang Bad Goisern taucht dann doch nochmal eine der Verfolgerinnen auf, aber auf den letzten 5km gibt es nochmal eine „Asphaltblase“, die ich wegdrücke. Außer der Verfolgerin kann ich hier sogar noch eine Frau überholen und somit eine Platzierung gut machen. Die letzten 3km sind dann vor allem etwas haarig, weil hier mehrere Strecken der Trophy zusammenlaufen. Doch mit lautem Rufen und Durchschlängeln bin ich endlich auf der Zielgeraden.
Die Bilanz: Heil durchgekommen bin ich nicht ganz. Hüfte und Ellenbogen werden wohl noch einige Zeit blau bleiben und die Kratzer müssen verheilen. Den Podestplatz in der AK verpasse ich leider wieder (4.Platz). Aber ich habe es sogar in die Top 5 geschafft und habe meine persönliche Bestzeit um ganze 15 Minuten verbessert.
Sebastian Ortmann startet ebenfalls auf der C-Strecke und wird 6.Gesamt/ 2.AK.
Paul Müller fährt die E-Strecke (53km) und wird 15.Gesamt/ 6.AK."
Schade das es mit dem Podest nicht geklappt hat, aber Glückwunsch zur tollen Zeit und Gesamtplatzierung. Nächstes Jahr gibt es wieder einen neuen Anlauf...
 
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