Katalog zum download

Hier finden Sie uns

map-mini


Around the World

Toni on Tour! Oder besser: Toni beim X-Terra in Spanien!

Toni Brunner hat sich ins sonnige Spanien aufgemacht und dort Freundschaft mit Kühen, als auch anderen Sportlern geschlossen...!

IMG 20150606 WA0009
"Wie versprochen möchte ich dir einen kleinen „Erlebnisbericht“ vom Xterra Spain schreiben. Jetzt erst, da der Alltag auch gleich am darauffolgenden Tag mich wieder eingeholt hat und ich Ruhe zur Genesung meiner Sommergrippe brauchte, die ich als kleines Andenken aus Spanien mitgebracht habe... Da waren 40°C Außentemperatur doch noch zu kalt gewesen...
...Schluss mit dem Geplänkel! Abflug war am Donnerstag, den 4.Juni, vom noch nicht ganz fertiggestellten Flughafen Berlin Schönefeld. Rückflug am Dienstag der darauffolgenden Woche. Da leider gerade in diesem Zeitraum Streiks des Bodenpersonals auf dem Madrider Flughafen herrschten, durften wir weder großen Reisekoffer noch Sperrgepäck mitnehmen. Nur Handgepäck, sprich zwei Rucksäcke. Unsere Räder mussten zu Haus bleiben. Gereist bin ich mit Martin Hümbert, den ich durch diverse Crosstriathlons der German Tour kenne.

Von Madrid aus wurden wir von Fabian, Mitorganisator des Xterra Spains, abgeholt. Er brachte uns dann 300km weiter zu unserem Hotel nach Plasencia, einer wunderschönen Altstadt in der Region Extremadura im Westen Spaniens.

Elena Cortes, Hauptorganisatorin, gab uns Empfehlungen, wo wir Räder für das Wochenende ausleihen durften. Uns standen dann zwei 29er, Größe: 16,5'', Hardtail oder Fully MTB, zur Auswahl. Ich entschied mich für das „leichtere“ Hardtail mit etwa 13kg Gewicht. Die Sattelstütze musst bei meinen langen Beinen bis max. raus, war aber trotzdem noch zu wenig. Ich saß immer noch zu tief.
Aber egal! Wir nahmen es locker und waren echt froh, überhaupt ein halbwegs vernünftigen, fahrbaren Untersatz zu haben. Danke nochmals an Elena und dem Radladen „Kilometro 0“.

Am Freitag war dann Strecke abfahren mit Pedro Romero, spanischer MTB Champion, gewesen. Etwa 30 Fahrer trafen sich 18:00Uhr an der Wechselzone am Ufer des Rio Jerte in Plasencia. 35km war die MTB Strecke lang. Wir beide kamen erst wieder 22:00Uhr zurück! Warum? Mein Antrieb streikte wie das Bodenpersonal in Madrid, ebenso durfte ich direkten Kontakt mit einer Kuh nehmen. Anscheinend verstörte sie mein Anblick, bekam Panik, rannte los, Hinterbeine stets nach oben und wir donnerten seitlich aneinander. Im Flug in die Böschung schrie ich noch „du blöde Kuh“. Doch als ich zu ihr aufblickte, schaute sie nur blöd. Anscheinend verstand sie kein Deutsch... Jedenfalls prellte ich mir dabei leicht die Schulter. Das Rennen ging also gut los bevor es überhaupt losging. Zum Glück besserte sich meine Schulter zum Rennsonntag wieder und die Schmerzen der Schulter waren da halbwegs erträglich gewesen. Fahrrad wurde auch wieder „in Gang“ gesetzt, so dass hoffentlich nix weiter zum Rennen passieren sollte... Also: pünktlich 12:00Uhr zur Mittagssonne war Startschuss für die Profis, wir Amateure/Agegrouper folgten 4min später. Geschwommen wurde im Rio Jerde. Dieser hatte ganz leichte Strömung, Wassertemperatur unter 24°C, so dass Neoprenanzug erlaubt gewesen ist. Es galt 750m Flussabwärts, 750m Flussaufwärts. Gleich vom Start an konnte ich mich mit in die Spitzengruppe reinhängen und im Wasserschatten recht entspannt mitschwimmen. Einige Pros konnten wir einholen. Vom gesamten Starterfeld schwamm ich die 5 beste Schwimmzeit :-). Nach 18:30min erreichte ich die Wechselzone zum anschließenden MTB fahren. Neo und Schwimmbrille ab, Camelback und Helm auf und los ging es. Radschuhe und Handschuhe wurden dann auf dem Rad angezogen. Die MTB Strecke, die es dann zu fahren galt, war für mich einer der Besten, Schönsten und Technischsten Strecken, die ich je gefahren bin! Steinige Geröllabfahrten, Singletrails durch (Dornen)gebüsch, Tragepassagen bergauf, Mauern, über die man klettern musste, sowie Abfahrten, so steil, dass dauerhaft das Hinterrad blockieren musste, um die Kontrolle zu behalten. Leider ging mir durch die Hitze, durch die zu offensive Renneinteilung und die etwas ungewohnte Sitzposition die beiden Oberschenkel zu. Danach wurde es hart. Zur nächsten Verpflegungsstelle konnte ich mich gerade noch so schleppen, dort wurde dann erst einmal eine etwas längere Pause eingelegt, bei dem Isogels, Melone und viel Wasser aufgenommen wurde. Danach ging es zum Glück einigermaßen wieder. Erst kurz vorm Ende des Radfahrens, in der Innenstadt von Plasencia gingen meine beiden Oberschenkel wieder komplett dicht. Mit letzter Kraft „schleppte“ ich mich noch zum Wechsel. Dort Laufschuhe an, Helm ab, Wasser drüber, volle Trinkflasche in linke Hand, Büchse Cola in rechte Hand. Erst im 5min/km Tempo, dann schon wieder im 4min Tempo. Beine „gingen“ wieder .Jetzt hieß es nur noch 400hm auf der 12km Laufstrecke bewältigen. Bergauf fühlte ich mich ganz gut und konnte einige Konkurrenten überholen. Bei km 6 war dann auch das Gröbste geschafft. Es ging „nur noch“ bergab. Zuerst richtig Steil ,über schmale Trails durchs Gebüsch, dann stetig bergab Richtung Ziel. Auf den letzten 4km bekam ich wieder muskuläre Probleme und erste Kreislaufprobleme. Kurze Zwischenstopps mussten eingebaut werden! Trotzdem … irgendwie bin ich doch noch durchgekommen. Nach langen 3:50h überquerte ich als gesamt 33ter (6.AK) die Ziellinie. Martin ein paar Plätze vor mir auf Platz 22 und 3.Ak.

Für mich war es das härteste Rennen, was ich je gemacht habe. Alles andere war dagegen Kindergeburtstag! Noch 4 Tage später hatte ich Mühe, mich durch meinen Muskelkater zu bewegen.
Trotz all der Schmerzen und der Qual: Es war ein richtig schöner „Urlaub“ :D"

IMG 20150605 WA0000


























IMG 20150607 WA0000


























IMG 20150607 WA0009


























IMG 20150606 WA0009


























IMG 20150605 WA0002

Partner

syntace power2max Logo sw leichtkraft conti veltec rockshox