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Around the World

Tilo Arnhold beim Rennsteiglauf auf Schusters Rappen

Mit den Laufschuhen durch den Thüringer Wald.

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Da Wetter und Terminkalender gnädig waren, habe ich mich am Wochenende spontan zu einem Ausflug in bikelose Gefilde entschlossen: Der Rennsteiglauf mit seinem Flair hatte mich schon lange gereizt, für den Supermarathon mit seinen 73km & 1800hm fühlte ich mich bisher aber nicht "reif". Das könnte dieses Jahr dank viel GA-Training anders sein, hoffte ich.

Ziel war 1. Ankommen, 2. Spass haben & Flair genießen, 3. unter 10 Stunden bleiben und 4. etwas Training im sub-iANS-Bereich machen.
Um es vornweg zu nehmen: Die Ziele 1-3 haben wunderbar geklappt, nur den Bereich unterhalb der Leistungsschwelle ordentlich auszureizen, ging nicht auf. Dazu war meist einfach zu viel Stau an den Anstiegen und als Neuling ist die Versuchung dann einfach zu groß, auch zu gehen anstatt zu laufen. Wenn alle anderen gehen, will man ja nicht den Streber geben und denkt, die Erfahreneren werden schon wissen, was sie tun...

Mit über 16000 Läufenden, die meisten natürlich auf den kurzen Strecken, ist der Rennsteiglauf ein echtes Massenereignis im Thüringer Wald. Aber eines, das super organisiert ist dank 1600 Mitwirkenden hinter den Kulissen. Ziel aller Strecken ist Schmiedefeld. Die Ultras starten in Eisenach früh um 6 auf dem Markt und haben dann bis zu 12 Stunden Zeit für die 73km. Wie zu erwarten ist am Anfang natürlich das Gedränge groß. Ungewohnt ist nur der Stau bergan, der auch Stunden später noch anhält. Die ersten 25km geht es bis zum Inselsberg praktisch immer bergauf. Erst dann entzerrt sich das Feld etwas. Die Strecke führt über alles, was der Rennsteig zu bieten hat: von asphaltierter und geschotterten Waldwegen bis hin zu schmalen Wurzelpfaden. (Meist sind es jedoch recht breite (massentaugliche) Waldautobahnen.) Glücklicherweise ist die Strecke recht schattig, denn der Lauf dieses Jahr soll einer der wärmsten gewesen sein. Um ehrlich zu sein: Es gibt 14 Verpflegungspunkte und ich habe keinen ausgelassen. Hunger & Durst muss also niemand auf den Strecken leiden .-) Wer sich das Ziel kurz vor Schluss dann doch nicht mehr zutraut, kann in der Oberhofer Biathlonarena am Grenzadler mit Zeitnahme aussteigen. Das war für mich aber glücklicherweise keine Option, da nichts wehtat und noch genug "Puste" da war. Lediglich die Beine werden zum Ende natürlich etwas schwer. Ich glaube, dass die häufigen Wechsel zwischen Laufen und Gehen durch Verpflegungsstopps und Stau an den Anstiegen auch nicht optimal für die Muskeln waren. Vielleicht hätte ich auch an den Verpflegungsständen nicht ganz so zulangen sollen. Gemessen daran, wie manche so geschnauft haben, ist ein voller Magen ja das kleinste Übel .-) Zugegeben: Im Lauf der Stunden verwischt dann etwas das Zeitgefühl bis es auf den letzten Kilometern wieder erwacht und die letzten Kräfte für einen gefühlt endlosen Zielspurt mobilisiert werden, bis dann endlich die Zielgerade zu sehen is, das Stadion erreicht ist und der erlösende Piepston vom Transponder auf der Zeitnahmematte zu hören ist.

Am Ende waren es in Schmiedefeld genau 9,5h und ein 1255. Platz in der Gesamtwertung von 1721 Angekommenen. Der erste in meiner Altersklasse hatte es in 6h geschafft, mit Sicherheit aber auch monatelang trainiert. Im Gegensatz zu mir, der seit Februar die Laufschuhe gegen das Bike getauscht hat. Quasi ohne Lauftraining aus der Kalten heraus, bin ich mit einer Zeit, die reichlich das Eineinhalbfache von Ersten beträgt, sehr zufrieden. Ohne Filmen, mit weniger Pausen und mehr Laufen statt Gehen an den Anstiegen wäre sicher auch eine 8er Zeit und vielleicht auch ein zweistelliger Platz in der eigenen Altersklasse drin gewesen.
Egal, was zählt war die tolle Stimmung überall am Rennsteig und ein Wahnsinnserlebniss!
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